KOSTUS
Kostus riecht ungewöhnlich animalisch: nach warmem Fell und feuchtem Haar, mit erdigen Wurzeln, weichem Holz und einem pudrigen Veilchenunterton. Animalisch beschreibt den Eindruck von Haut oder Fell, obwohl der ursprüngliche Rohstoff pflanzlich ist. Der Charakter kann Blüten- oder Lederkompositionen eine weniger geglättete, körperlichere Wärme geben. Er ist markanter als schlicht süßes Holz oder sauberer Moschus.
Der Wurzelrohstoff gehört zu Saussurea costus, von Kew heute als Dolomiaea costus anerkannt. Natürliches Kostuswurzelöl, Absolue und Concrète sind nach IFRA-Standards wegen Hautsensibilisierung als Duftstoffe untersagt. Kostusartige Effekte lassen sich mit anderen Duftmaterialien nachbilden. Eine Kostusnote beschreibt daher eine Duftrichtung und belegt nicht den Einsatz natürlichen Wurzelöls.