CREMIGE NOTEN
Cremige Noten beschreiben einen glatten, abgerundeten Dufteindruck statt eines bestimmten Inhaltsstoffs. Das Wort kann Milch, Kokoscreme oder Vanilledesserts nahelegen; auch Hölzer können jedoch ohne süße Speiseassoziation cremig wirken. Givaudan beschreibt sein Sandelholzmolekül Javanol als cremig und holzig mit einer Rosennuance. Diese Textur reicht somit über milchproduktartige Akkorde hinaus.
In einer Gourmandkomposition kann Cremigkeit einen Löffel Dessert anklingen lassen, in einem holzigen Umfeld eine weichere, vollere Holzoberfläche. Die umgebenden Noten bestimmen, welche Lesart hervortritt. „Cremig“ gibt daher einen Hinweis auf die wahrgenommene Dufttextur, kein vollständiges Duftprofil. Es bezeichnet weder eine bestimmte Extraktion noch eine feste Rezeptur oder Milch als Zutat und beschreibt nicht die Dickflüssigkeit des Parfums.