PATCHOULIBLÄTTER

Patchouliblätter erinnern an erdiges Holz mit dezenter Süße und einer kühlen, manchmal kampferartigen Kante. Der Name verweist auf das Laub von Pogostemon cablin, nicht auf Baumholz. Frische Blätter riechen vergleichsweise wenig: Givaudan beschreibt die Trocknung als den Schritt, bei dem sich der bekannte Patchoulicharakter entwickelt. Eine Blattnote muss daher weder zerdrücktem Grün noch frisch gemähtem Gras ähneln.

Das ätherische Öl wird aus getrockneten Blättern destilliert, oft mit kleinen Stängeln oder Zweigen. Weitere Verarbeitung verändert die Balance: Robertet beschreibt ein fraktioniertes Öl als weniger erdig als das Ausgangsmaterial. Patchouli kann Blüten Tiefe geben oder süße Amber- und Fruchtnoten trocken kontrastieren. Materialqualität und Gesamtformel bestimmen Erdigkeit, Weichheit und Präsenz; der Name garantiert weder Schwere noch eine feste Haltbarkeit.

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