SKATOL

Skatol riecht stark animalisch, oft als fäkal oder zibetartig beschrieben. Im Parfum zählt das Zusammenspiel: eine kleine, sorgfältig ausbalancierte Präsenz kann einem Blütenakkord eine erdige, weniger geglättete Unterseite verleihen. Besonders in jasminartigen Kompositionen können solche Nuancen Blüten voller wirken lassen.

Chemisch ist Skatol 3-Methylindol, ein mit Indol verwandtes Molekül, kein anderer Name dafür. Parfümerieliteratur dokumentiert seine Verwendung in Blütenbasen. Es ist weder weicher weißer Moschus noch natürlicher Zibetextrakt. Die Duftnote bedeutet nicht, dass das gesamte Parfum fäkal riecht, und verrät weder Menge noch Herkunft. Wie deutlich die dunklere Seite wirkt, bestimmt die gesamte Rezeptur.

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